Wie aus Spaghetti Bolognese ein Festmahl wird.
Mein Mann vergöttert die Spaghetti Bolognese meiner Mutter und so sehr ich mich auch bemühe, meine Sauce Bolognese kann da, aus der Sicht meines Mannes, nicht mithalten.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und jedes Bolognese Rezept das mir in die Hände fällt wird genau unter die Lupe genommen ob es Potential hat die Gunst meines Mannes zu erlangen.
Diesbezüglich hinterliess das Rezept “Ragù alla bolognese” von Cornelia Poletto aus ihrem Buch “Mein Grundkurs für Einsteiger” einen Hoffnungsschimmer bei mir. Sie stellt ihr Grundrezept mit Rinderhack bzw. gemischtes Hackfleisch vor und dazu zwei Variationen. Einmal mit Lammfleisch und einmal mit Wildfleisch. Als besonderer Tipp von ihr, gilt für alle Fleischsorten, das Hackfleisch unbedingt durch die gröbste Scheibe des Fleischwolfes drehen.
Ich entschied mich für die Wildfleischversion, zumal so kurz vor Weihnachten es kein Problem darstellen sollte welches zu bekommen und ich hoffte zudem auf Pluspunkte von meinem Mann für Originalität. Denn im Rezept standen noch so lustige Zutaten wie Portwein und Pflaumenmus!!
Im Supermarkt angelangt wurde ich schnell fündig und erstand Rehfleisch (frz.: chevreuil) und Hirschkuhfleisch (frz.: biche). Allerdings konnte man mir das Fleisch dort nicht durch den Wolf drehen (Strafe muss sein, geht man nicht zu dem Metzger seines Vertrauens!!), aber das erledigte ich dann eben zuhause. Leider habe ich nur eine mittlere Scheibe, so dass ich die Hälfte des Fleisches mit dem Messer in ganz kleine Würfel schnitt und den Rest durch den Fleischwolf jagte.
Soweit zur Vorgeschichte.
Das Gericht hat mir sehr gut gefallen und es lohnt sich diese Bolognese auszuprobieren. Die Anweisungen von Cornelia Poletto sind klar verständlich und leicht nachvollziehbar. Die Sauce ist mir eventuell ein Tick zu wenig tomatig, aber damit kann man leben.
Tja… und was meinte mein Mann?! Als Edel-Bolognese perfekt, aber die von meiner Mutter wäre doch die Beste! Affaire à suivre…